Sukzessionale Agroforstsysteme als Alternative Anbauform


[Das Waldgartensystem]
[Prinzipien]


Klassifizierung nach Systemen
Verfasser: Joachim Milz Februar 2005 ©

Ausgehend von den jeweiligen Standortbedingungen eines Ortes besiedeln verschiedene Artengemeinschaften die Bodenoberfläche. Sie lassen sich nach GÖTSCH in unterschiedliche Systeme einordnen. Die im Folgenden dargestellte Untergliederung versucht, in vereinfachter Art und Weise die verschiedenen Entwicklungsstufen zu beschreiben. Der Übergang von einem System zu einem anderen ist dabei fließend und innerhalb eines Standortes können unterschiedliche Systeme vorhanden sein.

Der Sukzessionsverlauf in der Abfolge der beschriebenen Systeme wird durch die folgende Grafik verdeutlicht.


Natürliche Sukzessionsdynamik nach E. Götsch (in M ILZ 1997) modifiziert

Die natürliche Folge von dynamischen Systemen muss nun nicht zwingend an jedem Standort in der gleichen Form durchlaufen werden. So gibt es zahlreiche Orte, wie z.B. Steilhänge auf Felsgestein, an denen aufgrund der Gravität der produzierte Überschuss nicht vor Ort akkumuliert werden kann, sondern die Akkumulierung an flacheren Stellen und Bodendepressionen stattfindet. Auch an bestimmten Uferbereichen von Flussökosystemen sind solche Verlagerungen zu beobachten, wo Teile der produzierten Biomasse weggeschwemmt und in großen alluvialen Becken abgelagert werden. Bekannte Beispiele dafür sind die fruchtbaren (historischen) Überschwemmungsgebiete des Nil, Euphrat und Ganges.