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Systeme mit Kakao
Verfasser: Joachim Milz Februar 2005 ©
Der Aufbau von Agroforstsystemen mit Kakao als Hauptkultur funktioniert nach denselben Prinzipien, wie sie oben für die Neuinstallation von Orangenpflanzungen beschrieben wurden. Kakao als klassische Waldkultur muss jedoch noch sehr viel stärker als im Fall der Orangenanlage diesen spezifischen Waldcharakter mit einem differenzierten Stockwerkaufbau aufweisen. Als Pionierkulturen können Reis wie auch Mais in Kombination mit Bohnen oder Canavalia ensiformis angebaut werden. Bei der Anlage ist dabei wie immer auch vom Interesse des Landwirtes sowie den Vermarktungsmöglichkeiten des entsprechenden Produktes und den spezifischen Standortgegebenheiten auszugehen. Ähnlich wie im Falle der Anlage von Systemen mit Orangen ist es wichtig, den Zeitraum sowie die Fläche des Feldes so zu nutzen, dass sowohl die Bodenfruchtbarkeit verbessert, als auch ein Einkommen erwirtschaftet werden kann, bis die „Hauptkultur“ schließlich in Ertrag geht.
Bei dem hier dargestellten Beispiel handelt es sich um die Neuinstallation einer Pflanzung von 0,25 ha im Kolonisationsgebiet Alto Beni in der Area VII des Sr. Pedro Molle. In diesem Falle wurde das System während der ersten Jahre auf die Produktion von Bananen hin optimiert, da gute Vermarktungsmöglichkeiten dafür gegeben waren.

Installation einer Kakaoparzelle in Area VII - Alto Beni bei Sr. Pedro Molle mit Mais als Pionierkultur (Foto: J. Milz)
Zusammen mit Mais, Straucherbsen, Hibiscus sabdariffa und Canavalia wurden Bananen des Cavendish Typs sowie die hochwüchsigen und schattenliebenden Manzano gepflanzt. Zwischen die Bananenreihen wurden die Obst- und Holzbäume gesät, später auch noch verschiedene, in Pflanzgärten vorgezogene Holz- und Fruchtbäume nachgepflanzt.
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